Pflegetips: Etwas Grundsätzliches möchte ich bei der Überwinterung vorausschicken: Alle winterharten Sorten z. B. Buche, Linde usw..... lassen sich bei strengen Frösten und auch bei Dauerfrösten problemlos in den Schalen überwintern. Ich möchte Ihnen meine Erfahrung, die hier mehr als 10 Jahre umfaßt, einmal verdeutlichen. Hierzu ist es wichtig zu wissen, daß die Bonsai, die auch winterhart sind, grundsätzlich vor Beginn des einsetzenden Frostes gründlich gewässert werden müssen. Jetzt können die winterharten Bonsai auch problemlos dem harten Frost und auch dem Dauerfrost ausgesetzt werden. Es ist nicht erforderlich, die winterharten Sorten unbedingt im Garten einzugraben bzw. ein paar Zentimeter über den Schalenrand im Boden abzusenken. Ich selber praktiziere die Methode der freien Überwinterung ( ohne Schutz, so das die Bäume in den Schalen dem Frost trotzen müssen ) schon mehr als 10. Jahre und die Frostperioden, denen die Bonsai ausgesetzt waren, sind oftmals sehr stark gewesen. Es ist mir mit dieser Art der Überwinterung bislang noch kein Bonsai abgestorben. Allerdings ist es bei Dauerfrost sinnvoll, daß die Bonsai einmal in der Woche langsam aufgetaut werden. Hierzu kann man einen kalten Keller oder Treppenhaus verwenden und niemals einen geheizten Raum. Wenn die Erde in den Bonsaischalen aufgetaut ist, kann wieder gründlich gewässert werden. Jetzt müssen die gewässerten Bonsai wieder dem Frost ausgesetzt werden. Mit dieser Methode kann man den Schädlingsbefall, vorausgesetzt die Frostperioden sind hart genung, in Grenzen halten. Außerdem werden die Bonsai bei dieser Art der Überwinterung widerstandsfähiger. C. Becker |